Dobner und Klein machten Alte Mühle zur Kirche


Olaf Klein (vorne) predigte voller Inbrunst. Der engelsgleiche Chor um Katharina Claudia Dobner (links) bekräftigte seine Worte bei der Performance im Rahmen von „Kultur lebt!“. (Foto: Sandra Adler/LRA)

Am Donnerstagabend waren Katharina Claudia Dobner alias Frau Dobermann und Olaf Klein alias Carl Klein mit ihrer musikalischen Performance bei „Kultur lebt!“ an der Reihe. Mit „Hope of Deliverance from the Arts Congregation Choir“ verwandelten sie die Ausstellungsräume in heilige Hallen.

Im Stil und mit der Energie eines evangelikalen Gottesdienstes baten sie Gott etwa um seinen Segen für all die kapitalistischen Lebensziele oder schworen selbstironisch dem Künstlerdasein ab. Olaf Klein predigte in breitem amerikanischen Akzent. Dazu lieferte der Gospel-Chor mit Katharina Claudia Dobner und zwei weiteren Sängerinnen feierliche, mehrstimmige Harmonien oder antwortete dem Prediger in typischer Call-and-Response-Manier. Wer sich selbst einen Eindruck von diesem ganz besonderen „Gottesdienst“ machen will: Am Wochenende vom 12. bis 13. Juni ist er als Videoprojektion bei „Kultur lebt!“ in der Alten Mühle zu sehen. Mit der Veranstaltung setzt der Landkreis Regensburg  zusammen mit dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler sowie der mühlen.kunst Eichhofen ein Zeichen, dass die Kunst- und Kulturszene im Landkreis nach den Lockdown-Monaten am Leben ist.

Katharina Claudia Dobner ist freischaffende Kostüm- und Bühnenbildnerin, bildende Künstlerin, Dozentin und Performerin. Sie arbeitet für Schauspiel, Tanz, Oper und multimediale Projekte, schafft Objekte und Installationen. Mit Carl Klein steht sie in ihrer Rolle als Frau Dobermann auf der Bühne.

Carl Olaf Klein ist Steinmetzmeister, Künstler und Landwirt. Er lebt und arbeitet auf seinem Biohof Höllmühle bei Brennberg. Hier verbindet er Landwirtschaft, Handwerk und Konzeptkunst zu einer durchaus verzettelten Lebensform. Nach dem „Jahr der CO2-neutralen Kunst“ ist er nun zurück auf der Bühne.

Am Sonntag, 13. Juni, gibt es wieder die Möglichkeit, mit zwei der ausstellenden Künstlerinnen zu sprechen. Ab 15 Uhr stellen sich Katja Barinsky und Gisela Griem den Fragen der kunstinteressierten Besucher.

Katja Barinsky ist seit 1997 Malerin, Mitglied beim BBK und Kunstlehrerin. Sie betreibt Malerei als Dialog mit sich selbst und anderen: Seelenmalerei, Lebensbilder. Begegnung ist ihr künstlerisches Prinzip und ihr Lebensstil. Gisela Griem hat sich ab 1994 künstlerisch gebildet, erst in Aquarell- und Acrylmalerei, später in Grafik. Seit 2005 spezialisiert sich die bildende Künstlerin auf Holz- und Linolschnitte sowie Collagen. Das spielerische Element und das Thema Natur sind für sie ausschlaggebend.

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